Freitag, 13.15 Uhr: Ich betrete kaum die Trotro Station, schon kommen Blicke und Rufe von allen Seiten „Where are you going? Where are you going?“ äh, äh, okay, fangen wir mal an nach rechts zu rufen „Akim Oda“. Der Mensch rechts von mir nickt verständnisvoll und ruft gleich darauf dem Menschen links von mir zu „Atschim Oda, Oda, Oda!“. Warte – „Atschim?? Nee nee, ich wollte doch nach Akim Oda. Ich schau zu dem Mann links, er guckt mich wissend an und zeigt mit dem Finger geradeaus „Akim Oda?“ „eyeeeee“. Okay. Vertrauen wir mal den Ghanaern. Ich laufe also geradeaus, da fangen mich schon die nächsten ab. „Oda? Oda?“ – „Aane, Akim Oda“(Ja, Akim Oda). Der Mann winkt, dass ich kommen soll und führt mich zu einem kleinen Tisch, wo ich bezahlen muss. Auf dem Ticket steht aber „Akyem Oda“. Ich kenne Ghana doch nicht, ist das das Selbe? Handy raus, Internet an, google: Akyem ghana. Okay, gut, Wikipedia sagt Akyem ist das Selbe wie Akim. Also, ab ins Trotro, links in der Mitte ans Fenster. Mist, das Trotro ist noch ganz leer, das kann ja noch Stunden dauern, bis ich hier weg komme. Also kaufe ich mir ein Wasser, sehe die Frau mit den Bofrods auf dem Kopf, zische und schon kommt sie zu mir. „Mepaakyew, mienu.“ (Zwei Stück, bitte). Also esse ich gemütlich, trinke mein Wasser und ziemlich genau 14 Uhr ging es dann sogar schon los. Ab nach Akim Oda, aus der Hauptstadt der Eastern Region, durch den Dschungel, irgendwo dort liegt Akim Oda.
Es ist heiß, aber die Fenster sind einen Spalt geöffnet, so dass man die Fahrtluft genießen kann. Der Blick ist wie immer wunderschön, jede Fahrt kann man genießen und schließlich schließe ich die Augen und entscheide mich, ein wenig zu schlummern. BAM! Einen Satz nach vorne auf dem Sitz – das war ein Schlagloch, welches wir mit ca. 80 km/h mitgenommen haben. BAM! Noch eins. Auf einmal bremsen wir auf ca. 20km/h ab, langsam halten wir uns alle irgendwo fest und springen irgendwie im Trotro rum. Jup, das wars mit befestigter Straße. Willkommen auf einem ausgewaschenen Sandweg! Dort, wo es nur noch Huckel gibt. Na hallelujah, ein Mal kräftig shaken bitte. Sagen wir, circa eine – eineinhalb Stunden sind wir alle wild geschüttelt worden, wie manche da noch schlafen konnten, ist mir ein Wunder, schließlich ist der Kopf nicht nur ein Mal ans Fenster gedonnert.
Aber es ist ja nicht genug, dass man durchgeshakt wird. Auf einmal werden wir wieder mit einem tpyischen tropischen Schauer überrascht. Sofort waren alle Fenster geschlossen, eine bullige Hitze tat sich auf und die Fenster beschlugen. Wie kann der Fahrer noch etwas sehen??? Na wenn das mal gut geht. BAM! Ein unerwartetes Schlagloch – autsch, mein Po. Tropf, tropf, na toll, nun weicht auch schon die Decke an den Fensterrändern durch und ich sitze genau dran. „Come, come“ winkt mich eine Frau zu sich heran. Also nicht nur ein Mal festhalten und shaken, sondern auch ein Mal kuscheln, bitte. (Man stelle sich einen normalen deutschen alten Kleinbus vor, mit kleinen Sitzreihen, insgesamt vier, wo entspannt drei Personen drauf passen. Und alle rutschen in die Mitte, weil es an den Fenstern durchtropft).
Angekommen in Oda, der Regen hatte übrigens bald aufgehört und die Straße besserte sich langsam, wartete ich nun auf Niklas, den ich in seinem Ort, Anamase besuchen wollte. Nach einiger Zeit warten, kam dann auch für uns ein Trotro nach Anamase, wo ich dann also auch mal für eine Nacht in einem typischen afrikanischen Dorf geschlafen habe. Ein Dorf, was eine Straße besitzt. Ein Dorf, wo jeder jeden kennt und man nicht einfach ohne „Hallo“ und Smalltalk langlaufen kann. Ein Dorf, was man in 10 Minuten gesehen hat. Wieder eine Erfahrung, die nun Teil von mir ist und mir auch sehr Spaß gemacht hat!
Am Samstag ging es zurück. Ich habe ein was gelernt. Gehe vor Trotro-Fahrten lieber auf Toilette. Und nimm es sehr ernst, wenn selbst Ghanaer sagen „The road is baaaaaaaad“. Es macht keinen Spaß, pinkeln zu müssen und du hast 4 Stunden keine Gelegenheit, wirst aber nur durchgeschüttelt. ;)
Sonntag, 26. Oktober 2014
Montag, 20. Oktober 2014
In Ghana zu leben verlangt Ghana zu leben
Nun sind schon wieder einige Wochen vergangen, in denen ich leider kein Internet hatte, um euch von meinen Erfahrungen zu berichten.
Vor zwei Wochen bekam ich Besuch von einem anderen Freiwilligen, der ebenfalls in der Eastern Region wohnt. Gemeinsam ging es das erste Mal in das Afrika, was man immer sehen wollte. Die Boti Falls - ich stelle vor: zwei unglaublich schöne Wasserfälle.
Um die 250 Stufen bergab, durch typische afrikanische Flora; dichte Gewächse aus denen vereinzelt riesen Bäume herausstechen; Lianen, die zwischen diversen Palmen herunterfallen; Palmenblätter, die meinen ganzen Körper bedecken könnten. 250 Stufen bergab, schon oben hörte man das Rauschen, und dann steht man auf der letzten Stufe - kleiner Sprung - Strand. Ein Baumstamm, der umgekippt auf dem Strandboden liegt und zwei wunderschöne Wasserfälle. Der eine ist der Female Fall, der andere der Male Fall. Ein Rauschen, was unsere Stimmen übertönte, das Wasser, was uns entgegenspritzte. Den Strand rauf und runter, aber satt sehen konnte man sich wahrlich nicht.
Um die 250 Stufen bergab, durch typische afrikanische Flora; dichte Gewächse aus denen vereinzelt riesen Bäume herausstechen; Lianen, die zwischen diversen Palmen herunterfallen; Palmenblätter, die meinen ganzen Körper bedecken könnten. 250 Stufen bergab, schon oben hörte man das Rauschen, und dann steht man auf der letzten Stufe - kleiner Sprung - Strand. Ein Baumstamm, der umgekippt auf dem Strandboden liegt und zwei wunderschöne Wasserfälle. Der eine ist der Female Fall, der andere der Male Fall. Ein Rauschen, was unsere Stimmen übertönte, das Wasser, was uns entgegenspritzte. Den Strand rauf und runter, aber satt sehen konnte man sich wahrlich nicht.
Bilder können es nicht beschreiben. Worte können es nicht erklären. Das war es, was ihr alle "deine Erfahrung" nennt. Und, um Gottes Willen, nicht, dass es damit genug wäre. Nein, anschließend ging es noch zum Umbrella Rock, einem Felsen auf den Bergen der Eastern Region. Ein Weg, der uns sicher eine Stunde (wenn nicht mehr) gekostet hat, weite Sicht über die Berge, wo nur noch die Giraffen in der Ferne und die Affen auf den Bäumen zur Perfektion gefehlt haben. Ein Weg, der in Deutschland mit der Aussage "Lebensgefahr - Betreten verboten" sicher nicht zugelassen wäre. Aufstieg, ich kann keine Gradneigung sagen, aber es war durchaus genug, und Felsen, 1,5 m hoch, Free-Climbing :D Das nenne ich Afrika. Und all das durch diese wunderschöne, atemberaubende Natur. Ein kleiner Fluss durch den Dschungel, halbe Höhlen, einfach alles, was man sich immer vorstellt. Wir waren klatschnass als wir oben ankamen, aber das war es wert. Dieser Blick. Es gibt keine Worte dafür.
Irgendwo in Afrika, wo die Natur die Schönheit birgt.
Und ja, ich bin in Afrika angekommen. Neben zwei ghanaischen Kleidern, trage ich nun also auch den afrikanischen Haarstil. Sieht so dumm eigentlich gar nicht aus, ist aber dennoch eine komplette Umstellung so viele und schwere Haare auf dem Kopf zu haben, die man nicht waschen kann. (Hey, Kroli! Du verpasst da ein wenig Fotomaterial, wie schade..).
Da das aber zu viele gute Eindrücke auf einmal waren, entschlossen sich die Weiber unter den Mücken, mich mal zu verfolgen, all mein Blut zu rauben, mich aufzufressen und mir auch noch ihr Gift einzujagen und ich lag letzten Samstag flach – Malaria. Man nimmt ja schließlich alle Erfahrungen mit. Nun geht’s mir aber wieder gut, in der Hoffnung, dass es auch so bleibt!
Am Wochenende hieß es für mich, mal wieder ein paar meiner Leute wiederzusehen und meine erste Nacht auswärts zu schlafen! Also bin ich nach Accra gefahren, dort hab ich zwei Mädels nach langer Suche und der Hilfe von überfreundlichen Ghanaern, getroffen, wir sind beim Arts Centre Mittag essen gegangen und dann ging es zum AFS Office zu den Twi Lessons. Das war ganz lustig und interessant, allerdings sprechen wir in der Eastern Region ein anderes Twi, womit sich teilweise die Aussprache unterschieden hat. Danach bin ich mit einer Freundin zum Trotro gegangen und wir sind durch die riesige chaotische Stadt gefahren. Angekommen auf einem kleinen Hügel, lag ein hübsches Haus und für mich hieß es das erste Mal mit einem Eimer voll kaltem Wasser zu duschen! Ich bin ja sehr verwöhnt mit meiner Dusche, aber trotzdem fand ich es total cool, auch mal die Variante auszuprobieren und man merkt wirklich, wie wenig Wasser man eigentlich nur benötigt und wie viel man verschwendet, nur weil man den Luxus einer Dusche hat!
Am Sonntag gings in die Kirche, danach gabs das typische Sonntags-Fufu und dann ging es nachmittags in eine Bar. Und endlich hab ich auch mal die schwarzen Tänzer gesehen, die man sonst nur in Filmen sieht. Was die für Choreos und Akrobatik an den Tag legen ist der pure Wahnsinn.
Eigentlich wollten wir an den Strand, aber wir waren dann noch bis zum Abend dort, was aber auch sehr schön war! Und schließlich wurde ich in ein Trotro gesetzt („Sie sitzt vorne, sie ist von Deutschland!“) und es ging nach Hause, in mein kleines, im Gegensatz zu Accra überschauliches Koforidua.
Heeeey, ich habe wieder Internet - es werden also wieder mehr Einträge kommen!
Also bis bald, eure Efia Serwaa Lara
Also bis bald, eure Efia Serwaa Lara
Freitag, 26. September 2014
das tägliche ghanaische Leben
| Willkommen in Old Estate, Koforidua, hier gehts zu unserem riesen Grundstück. :) |
| meine beiden Lieblinge auf Arbeit - aber fragt mich nicht nach den Namen, bis ich die mir merken kann, vergehen sicher noch einige Wochen... |
| Ich wusste ja nicht, wie lecker Kokosnuss eigentlich ist.... Wunderwasser :) |
| Kochen unter freiem Himmel - so natürlich wie es nur geht und sehr lecker & pfeffrig noch dazu. |
| Banku, klebriger Brei aus Mais - bisschen gewöhnungsbedürftig. |
| Die Tro-Tro Station mit Blick auf die Berge... |
| meine Schwester und ich |
andere Eindrücke werden folgen...:)
Bis bald.
Bis bald.
Donnerstag, 25. September 2014
Obroni, obroni! - You're A Woman Of Greatness
Koforidua - ein wirklich kleiner, aber trotzdem unüberschaubarer Ort, in dem Familien in Betonhütten ihre Läden führen, wo fast alle Autos Taxis sind und kleine Gassen von Marktständen mit wunderschönen Stoffen überfüllt sind. K'ridua - ja, hier lebe ich nun für die nächsten sechs Monate.
Und trotzdem, so schön es erstmal klingt - es ist nicht ganz einfach.
Am Montag ist meine Gastschwester, Barbara (Tantanana oder einfach Nana) mit mir in den Ort gegangen, um einen ersten Eindruck zu bekommen. Sie ist wirklich total lieb und ganz aufgeschlossen und lacht die ganze Zeit. Sie hat mir auch sofort ihre Freunde vorgestellt, die natürlich alle Feuer & Flamme sind, weil ein Obroni im Ort ist (eine Weiße) und deswegen auch alle total freundlich sind. Der Ort ist ganz hübsch, an manchen Stellen kann man zwar kaum noch atmen, weil es ehrlich gesagt irgendwie echt stinkt, aber dafür gibt es wundervolle Stoffe überall und unglaubliche Früchte, Stände, wo tausende an Schuhen zu sehen sind und und und. Koforidua ist die Stadt der schönen Frauen, also wehe eine Frau geht mit Flip Flops oder Rucksack aus dem Haus. Sandalen/Ballerinas und eine schicke Handtasche sind ein Muss!
Am Dienstag war ich mit meinem Ansprechpartner in meiner Schule, wo ich aufpassen soll. Es ist wirklich ein wunderschöner Ort und die Schule ist so schön ausgeschmückt. Überall rennen so niedliche Schokostöpsel rum und gucken dir ganz gespannt hinterher, weil du anders aussiehst. Es ist riesig dort, 12 Zimmer gibt es. Und Schule würde ich das eigentlich nicht nennen, weil die ältesten 4 Jahre alt sind. Eher eine Krippe, ein Kindergarten und eine Vorschule. Aber naja, sie nennen es Schule hier.
Danach sind wir zu einer Highschool gegangen, britisches System, so sieht es auch aus. Es ist riesig und beeindruckend! Nur habe ich mich etwas gewundert, warum wir dort sind. Warum? Ich darf nun auch noch jeden Donnerstag in dieser Highschool Deutsch unterrichten, was ich nicht so toll finde, wenn man bedenkt, dass meine eigentliche Aufgabe in der Blessed King Of Glory zu tun ist und ich dort jeden Tag 7 Stunden arbeite und dann jeden Donnerstag nochmal quer durch die Stadt fahren darf, nur um einigen, Freiwilligen, Deutsch beizubringen...
Und trotzdem, so schön es erstmal klingt - es ist nicht ganz einfach.
Am Montag ist meine Gastschwester, Barbara (Tantanana oder einfach Nana) mit mir in den Ort gegangen, um einen ersten Eindruck zu bekommen. Sie ist wirklich total lieb und ganz aufgeschlossen und lacht die ganze Zeit. Sie hat mir auch sofort ihre Freunde vorgestellt, die natürlich alle Feuer & Flamme sind, weil ein Obroni im Ort ist (eine Weiße) und deswegen auch alle total freundlich sind. Der Ort ist ganz hübsch, an manchen Stellen kann man zwar kaum noch atmen, weil es ehrlich gesagt irgendwie echt stinkt, aber dafür gibt es wundervolle Stoffe überall und unglaubliche Früchte, Stände, wo tausende an Schuhen zu sehen sind und und und. Koforidua ist die Stadt der schönen Frauen, also wehe eine Frau geht mit Flip Flops oder Rucksack aus dem Haus. Sandalen/Ballerinas und eine schicke Handtasche sind ein Muss!
Am Dienstag war ich mit meinem Ansprechpartner in meiner Schule, wo ich aufpassen soll. Es ist wirklich ein wunderschöner Ort und die Schule ist so schön ausgeschmückt. Überall rennen so niedliche Schokostöpsel rum und gucken dir ganz gespannt hinterher, weil du anders aussiehst. Es ist riesig dort, 12 Zimmer gibt es. Und Schule würde ich das eigentlich nicht nennen, weil die ältesten 4 Jahre alt sind. Eher eine Krippe, ein Kindergarten und eine Vorschule. Aber naja, sie nennen es Schule hier.
Danach sind wir zu einer Highschool gegangen, britisches System, so sieht es auch aus. Es ist riesig und beeindruckend! Nur habe ich mich etwas gewundert, warum wir dort sind. Warum? Ich darf nun auch noch jeden Donnerstag in dieser Highschool Deutsch unterrichten, was ich nicht so toll finde, wenn man bedenkt, dass meine eigentliche Aufgabe in der Blessed King Of Glory zu tun ist und ich dort jeden Tag 7 Stunden arbeite und dann jeden Donnerstag nochmal quer durch die Stadt fahren darf, nur um einigen, Freiwilligen, Deutsch beizubringen...
Gestern war dann mein erster richtiger Arbeitstag - und es war ein Schock! Meine Gruppe besteht aus ca. 15 Zwei- und Dreijährigen, von denen erwartet wird, dass sie das Alphabet, sich auf Kommando setzen und zwei Mal innerhalb von zwei Stunden zwei riesen Portionen essen können (in Deutschland würde so eine Portion nicht einmal ein Erwachsener schaffen). Wenn dies alles nicht geschieht, gibt es Schläge, sie werden geschubst und und aufs Übelste angeschrien. Und die Erzieher lachen. Und im nächsten Moment haben sie die Kinder wieder im Arm... Sie werden quasi gemästet und ich muss das auch noch mitmachen, irgendwo hört es bei mir auf. Die Kinder sind so süß, ich hatte sofort vier auf dem Schoß sitzen, als ich ankam, und dann werden die mit Stöcken geschlagen, weil sie nicht 10 Minuten sitzen bleiben, in denen eh NICHTS passiert. Das ist überhaupt nicht wie bei uns im Kindergarten, wo man mit ihnen spielt. Nein, sie müssen sich setzen und warten und warten und sitzen und warten, damit die Erzieher schlafen können oder sich mal wieder von dem Eigentum der Kinder bedienen können (sei es Essen oder Desinfektionsmittel). Aber ich versuche diesen Teil der ghanaischen Kultur zu ignorieren und meine Art durchzusetzen.
Heute hat das auch schon besser geklappt, nachdem mein Tag gestern damit völlig gelaufen war.
Außerdem durfte ich heute mit meiner Familie eine Suppe kochen bzw. habe ich allein gekocht - das ist der pure Spaß!
Außerdem durfte ich heute mit meiner Familie eine Suppe kochen bzw. habe ich allein gekocht - das ist der pure Spaß!
Bissl hässlich sieht das ja schon aus, aber Fakt ist, dass das super lecker war! Und zusätzlich habe ich meine Mutter "geschockt", weil ich das Twi-Alphabet auswendig aufsagen konnte und meine Schwester mich einige Worte abgefragt hat, was ich ganz gut beantworten konnte. Sie war so glücklich, dass sie mich geknuddelt hat - sehr süß :) Davor hat sie mir ganz viel Respekt gezeigt, indem sie mir ganz "ehrfürchtig" die Hand gegeben hat. Und sie meinte "You're a woman of greatness, you went to Ghana and left your Father, your Mother, your Brother and your boyfriend."
Heute war ein wirklich schöner Tag!
Kurz zur Überschrift: Obroni heißt Weiße und wenn ich abends die Straßen langgehe und die Kinder draußen spielen, dann rennen sie mir hinterher und schreien ganz lange "Obroni, obroni" und dann winken sie mir und wenn ich "Hi" sage, grinsen sie über beide Ohren. Und teilweise zischen sie an mir vorbei und fassen meinen Arm an. Diese kleinen Dinge...sie sind so schön, schade, dass man es wegen dem Kulturschock schon fast übersieht...
Bis bald, ihr Lieben.
Lara :)
Heute war ein wirklich schöner Tag!
Kurz zur Überschrift: Obroni heißt Weiße und wenn ich abends die Straßen langgehe und die Kinder draußen spielen, dann rennen sie mir hinterher und schreien ganz lange "Obroni, obroni" und dann winken sie mir und wenn ich "Hi" sage, grinsen sie über beide Ohren. Und teilweise zischen sie an mir vorbei und fassen meinen Arm an. Diese kleinen Dinge...sie sind so schön, schade, dass man es wegen dem Kulturschock schon fast übersieht...
Bis bald, ihr Lieben.
Lara :)
Samstag, 20. September 2014
Akwaaba!
Nun bin ich schon den zweiten Tag in Accra und man merkt sofort die Unterschiede zu Deutschland.
Aber von Anfang an... Die Anreise war okay, hat sich lang gezogen, aber es war noch auszuhalten. In Frankfurt sind wir eine halbe Stunde später losgeflogen und mussten dann auch noch einen Umweg machen, weil über Ghana ein Gewitter lag, weswegen wir über Benin und Togo geflogen sind. Trotzdem sind wir dann relativ (!) pünktlich angekommen. Der Flug war insofern angenehm, weil jeder Sitz seinen eigenen Bildschirm hatte und wir Filme, Musik, News, Sportzeugs und alles andere anschauen/anhören konnten. Und zwischendurch gab es warme Erfrischungstücher - eine der besten Erfindungen! :D Naja, in Frankfurt jedenfalls hat sich schon eine riesen Gruppe zusammengefunden, welche sich später als unsere AFS-Ghana-Gruppe entpuppte - und keiner kannte mich. :D
Donnerstag Abend sind wir dann noch von einem Trotro abgeholt worden, das sind so Kleinbusse, die eigentlich im öffentlichen Verkehr zu benutzen sind. Der fährt auch erst los, wenn er voll ist. Betrifft uns noch nicht, weil wir den quasi immer gebucht bekommen von unserer Organisation. Jedenfalls konnten wir dann erste Eindrücke sammeln...der offensichtlichste davon war der Verkehr! Hört mir auf! Also wenn ich hier fahren müsste, hätte ich jedes Mal aufs Neue Todesängste! Jede Richtung dreispurig und wenn man ein Meter Platz ist, fährt man von ganz links nach ganz rechts und andersrum. Es wird nur gehupt und zwischen den Spuren laufen unendlich viele Menschen an den Autos und Trotros vorbei und wollen Zeugs verkaufen. Da gibt es aber echt alles, von Schokolade über abgepackte Papaya auf den Köpfen der Frauen, über Autoteppiche bis hin zu Landkarten im XXL-Format. Das ist der pure Wahnsinn! Und wenn der Verkehr dann wieder ins Rollen kommt, springen die schnell auf einen Grasstreifen oder den Gehweg...
Das wars dann aber auch am Donnerstag, es gab noch Sandwiches (mit Fisch :( ) und dann ging es ins Bett.
Im übrigen sind wir in einem Gästegelände der Universität untergebracht.
Gestern ging es dann zur Beantragung einer Non-Citizen Card, sodass wir uns hier in Ghana ausweisen können. Das hat Stunden gedauert, hier haben alle die Ruhe weg. Deswegen konnten wir auch unser eigentlich geplantes Einführungsseminar völlig vergessen. Bis wir alle unsere Karten hatten... puh...aber sie sind echt cool, also alles gut.
Danach sind wir nach einer riesigen chaotischen Diskussion noch neue Telefonkarten kaufen gegangen in der Mall. Jetzt haben wir alle ghanaische Nummern, hihi.
Heute war dann Orientierungsprogramm pur, sehr anstrengend, aber auch sehr interessant. Wir haben über das Leben in den Gastfamilien, Gesundheit und Sicherheit und persönliche Ziele und Kommunikation geredet. Am Ende gab es dann noch eine Twi-Einheit. Das ist hier neben Englisch die Hauptsprache. Die ist echt cool, aber bisschen schwierig auszusprechen. ;) (Akwaaba heißt Willkommen). Nun ja, da aber ja wirklich alles auf Englisch ist, saugt das schon ordentlich Energie, aber das ändert sich ja auch noch.
Zwischendurch gab es leckeres Mittagessen: Red Red (weiße Bohnen mit irgendeiner scharfen roten, bisschen fischigen Sauce) mit Kochbananen und Reis. So lecker, außer der Fisch :D
Aber von Anfang an... Die Anreise war okay, hat sich lang gezogen, aber es war noch auszuhalten. In Frankfurt sind wir eine halbe Stunde später losgeflogen und mussten dann auch noch einen Umweg machen, weil über Ghana ein Gewitter lag, weswegen wir über Benin und Togo geflogen sind. Trotzdem sind wir dann relativ (!) pünktlich angekommen. Der Flug war insofern angenehm, weil jeder Sitz seinen eigenen Bildschirm hatte und wir Filme, Musik, News, Sportzeugs und alles andere anschauen/anhören konnten. Und zwischendurch gab es warme Erfrischungstücher - eine der besten Erfindungen! :D Naja, in Frankfurt jedenfalls hat sich schon eine riesen Gruppe zusammengefunden, welche sich später als unsere AFS-Ghana-Gruppe entpuppte - und keiner kannte mich. :D
Donnerstag Abend sind wir dann noch von einem Trotro abgeholt worden, das sind so Kleinbusse, die eigentlich im öffentlichen Verkehr zu benutzen sind. Der fährt auch erst los, wenn er voll ist. Betrifft uns noch nicht, weil wir den quasi immer gebucht bekommen von unserer Organisation. Jedenfalls konnten wir dann erste Eindrücke sammeln...der offensichtlichste davon war der Verkehr! Hört mir auf! Also wenn ich hier fahren müsste, hätte ich jedes Mal aufs Neue Todesängste! Jede Richtung dreispurig und wenn man ein Meter Platz ist, fährt man von ganz links nach ganz rechts und andersrum. Es wird nur gehupt und zwischen den Spuren laufen unendlich viele Menschen an den Autos und Trotros vorbei und wollen Zeugs verkaufen. Da gibt es aber echt alles, von Schokolade über abgepackte Papaya auf den Köpfen der Frauen, über Autoteppiche bis hin zu Landkarten im XXL-Format. Das ist der pure Wahnsinn! Und wenn der Verkehr dann wieder ins Rollen kommt, springen die schnell auf einen Grasstreifen oder den Gehweg...
Das wars dann aber auch am Donnerstag, es gab noch Sandwiches (mit Fisch :( ) und dann ging es ins Bett.
Im übrigen sind wir in einem Gästegelände der Universität untergebracht.
Danach sind wir nach einer riesigen chaotischen Diskussion noch neue Telefonkarten kaufen gegangen in der Mall. Jetzt haben wir alle ghanaische Nummern, hihi.
Heute war dann Orientierungsprogramm pur, sehr anstrengend, aber auch sehr interessant. Wir haben über das Leben in den Gastfamilien, Gesundheit und Sicherheit und persönliche Ziele und Kommunikation geredet. Am Ende gab es dann noch eine Twi-Einheit. Das ist hier neben Englisch die Hauptsprache. Die ist echt cool, aber bisschen schwierig auszusprechen. ;) (Akwaaba heißt Willkommen). Nun ja, da aber ja wirklich alles auf Englisch ist, saugt das schon ordentlich Energie, aber das ändert sich ja auch noch.
Zwischendurch gab es leckeres Mittagessen: Red Red (weiße Bohnen mit irgendeiner scharfen roten, bisschen fischigen Sauce) mit Kochbananen und Reis. So lecker, außer der Fisch :D
Aber das ist hier echt eindeutig immer viel zu viel. Solche Mahlzeiten bekommen wir mittags und abends. Und morgens gibt es zwei riesen Toast mit Ei, Wurst und vorher noch Obst (was aber waaaaahnsinnig lecker ist!!! Melone und Ananas - ich hab noch nie so süße Früchte gegessen!!)
Heute Abend geht es noch in ein Jazzkonzert, vorher wollten wir noch an den Strand, aber da Regenzeit ist, wollte uns das nicht gegönnt sein... das wird sich in 6 Monaten aber sicher noch ergeben.
Morgen geht es in die Gastfamilien, ich werde nachmittags von meinem Ansprechpartner abgeholt! Ich bin total aufgeregt!!
Bis bald, ihr Lieben!! Fühlt euch gedrückt.
LaraHeute Abend geht es noch in ein Jazzkonzert, vorher wollten wir noch an den Strand, aber da Regenzeit ist, wollte uns das nicht gegönnt sein... das wird sich in 6 Monaten aber sicher noch ergeben.
Morgen geht es in die Gastfamilien, ich werde nachmittags von meinem Ansprechpartner abgeholt! Ich bin total aufgeregt!!
Bis bald, ihr Lieben!! Fühlt euch gedrückt.
Dienstag, 9. September 2014
Vielen Dank für die Blu... Geschenke!
Dafür, dass ich keine Geschenke wollte und auch wiederkomme, könnte ich einen zweiten Geburtstagstisch füllen...
Aber trotz allem, ganz ganz lieben Dank an meine wunderbaren Freunde, die mir Nervennahrung, "Überlebenspakete" und Erinnerungen für Ghana, Gutscheine für davor und danach und Armbänder in Ghana-Farben geschenkt haben!
All das hat mich total gerührt - ich werde euch schrecklich vermissen.
Es ist schon merkwürdig zu wissen, dass ich in neun Tagen auf und davon bin und wenn ich wiederkomme, kaum noch einer da sein wird, weil die Zeit nach dem Abitur alle Freunde in alle Richtungen verstreut... aber wir werden uns schon wiedersehen! Ein Hoch auf uns & dieses Leben!
Ich verspreche, mich zu melden!
Bis bald, ihr Lieben! was sind schon sechs monate... :)
Lara
Aber trotz allem, ganz ganz lieben Dank an meine wunderbaren Freunde, die mir Nervennahrung, "Überlebenspakete" und Erinnerungen für Ghana, Gutscheine für davor und danach und Armbänder in Ghana-Farben geschenkt haben!
All das hat mich total gerührt - ich werde euch schrecklich vermissen.
Es ist schon merkwürdig zu wissen, dass ich in neun Tagen auf und davon bin und wenn ich wiederkomme, kaum noch einer da sein wird, weil die Zeit nach dem Abitur alle Freunde in alle Richtungen verstreut... aber wir werden uns schon wiedersehen! Ein Hoch auf uns & dieses Leben!
Ich verspreche, mich zu melden!
Bis bald, ihr Lieben! was sind schon sechs monate... :)
Lara
Dienstag, 2. September 2014
Die Spannung steigt ...
16 Tage - dann geht es los. In 16 Tagen werde ich all meine Freunde, meine wunderbare Familie und den, für mich, wichtigsten Menschen, meinen Freund, hier in Deutschland zurücklassen, mich in den Flieger setzen und allein in die weite Welt reisen.
Nächster Halt? Accra | Ghana | Afrika.
Endlich mal raus aus Deutschland, rein in das unbekannte, aber langersehnte Afrika.
"Du willst das wirklich machen?" - Klar. Warum sollte ich etwas verpassen, was mir unglaubliche Erfahrung bringt und zudem noch einen Kindheitstraum erfüllt? Afrika war schon immer ein Ziel, mein 6-monatiger Freiwilligendienst in Ghana bringt mich endlich dahin!
"Und dich kann man wirklich nicht davon abbringen?" - Nein, nein und nochmals nein! Klar, es ist Ghana und Ghana ist nicht Deutschland. Aber wer möchte denn immer auf diesem ewigen Luxus sitzen bleiben und nicht mal etwas anderes erleben? Etwas vollkommen Neues, Natur, die man so noch nicht gesehen hat, Menschen, die den Augenblick genießen! Vorurteile hat wohl jeder, aber ich bin mir sicher, ich kann diese beseitigen mit meinen Eindrücken, die ich hier teilen werde. :)
"Und was ist mit Ebola?" - Ebola ist eine Schande, wäre es ein Individuum, würde ich sofort mit Axt & Hammer zuschlagen. Der Gedanke, dass unzählige Menschen dem Ebola-Virus zum Opfer werden, ist unerträglich... Aber trotzdem werde ich nach Ghana reisen, denn noch ist dort kein Ebola. Und bin ich erst einmal dort, wird das sich gar nicht trauen zu uns zu kommen!
Ich freue mich über jeden, der sich für meinen Blog interessiert. Ich werde sehen, wie das mit dem Internet in Ghana aussieht und mich dementsprechend bemühen, meine ghanaischen Eindrücke mit Euch zu teilen! :)
Bis bald, Lara
_________________________________________________________________
Erfahrungen vererben sich nicht - jeder muss sie allein machen.
- Kurt Tucholsky
Nächster Halt? Accra | Ghana | Afrika.
Endlich mal raus aus Deutschland, rein in das unbekannte, aber langersehnte Afrika.
"Du willst das wirklich machen?" - Klar. Warum sollte ich etwas verpassen, was mir unglaubliche Erfahrung bringt und zudem noch einen Kindheitstraum erfüllt? Afrika war schon immer ein Ziel, mein 6-monatiger Freiwilligendienst in Ghana bringt mich endlich dahin!
"Und dich kann man wirklich nicht davon abbringen?" - Nein, nein und nochmals nein! Klar, es ist Ghana und Ghana ist nicht Deutschland. Aber wer möchte denn immer auf diesem ewigen Luxus sitzen bleiben und nicht mal etwas anderes erleben? Etwas vollkommen Neues, Natur, die man so noch nicht gesehen hat, Menschen, die den Augenblick genießen! Vorurteile hat wohl jeder, aber ich bin mir sicher, ich kann diese beseitigen mit meinen Eindrücken, die ich hier teilen werde. :)
"Und was ist mit Ebola?" - Ebola ist eine Schande, wäre es ein Individuum, würde ich sofort mit Axt & Hammer zuschlagen. Der Gedanke, dass unzählige Menschen dem Ebola-Virus zum Opfer werden, ist unerträglich... Aber trotzdem werde ich nach Ghana reisen, denn noch ist dort kein Ebola. Und bin ich erst einmal dort, wird das sich gar nicht trauen zu uns zu kommen!
Ich freue mich über jeden, der sich für meinen Blog interessiert. Ich werde sehen, wie das mit dem Internet in Ghana aussieht und mich dementsprechend bemühen, meine ghanaischen Eindrücke mit Euch zu teilen! :)
Bis bald, Lara
_________________________________________________________________
Erfahrungen vererben sich nicht - jeder muss sie allein machen.
- Kurt Tucholsky
Abonnieren
Posts (Atom)
